Große Vorhaben, regionale Perspektiven
Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, welche konkreten Chancen sich für den Oberlausitzer Mittelstand aus Großvorhaben wie der Erweiterung der Halbleiterindustrie in Dresden sowie aus dem wachsenden Forschungs-Ökosystem in der Lausitz ergeben. Praxisnahe Einblicke lieferten Dr. Germar Schneider (Infineon Technologies AG) und Dr. Steffen Pollack (Fabmatics GmbH), die aufzeigten, wie regionale Unternehmen an Wertschöpfungsketten der Halbleiterindustrie andocken können. Dabei wurde deutlich, dass der Einstieg weniger von Unternehmensgröße als von strategischer Ausrichtung abhängt: Ein fundiertes Branchenverständnis, spezialisiertes Know-how, Kosteneffizienz sowie eine hohe Lösungsorientierung und Verlässlichkeit gelten als zentrale Voraussetzungen. Ebenso betonten die Referenten die Bedeutung von Geduld, Hartnäckigkeit und der gezielten Identifikation der richtigen Ansprechpartner. Die Halbleiterindustrie stellt hohe Anforderungen, ist jedoch an langfristigen, vertrauensvollen Partnerschaften mit regionalen Unternehmen interessiert, die ihre Rolle klar definieren und konsequent verfolgen.
Unterschiedliche Sichtweisen, gemeinsamer Austausch
Ergänzend dazu brachten Impulse aus Wirtschaft, Wissenschaft und Wirtschaftsförderung unterschiedliche Perspektiven zusammen. Diskutiert wurde, welche Schnittstellen zwischen Unternehmen und Forschung bereits bestehen, wo noch Potenziale liegen und welche Rahmenbedingungen Kooperationen erleichtern können. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere praxisnahe Formate und persönliche Ansprechpartner entscheidend sind, um die Zusammenarbeit anzustoßen. Ergänzend dazu brachten Impulse aus Wirtschaft, Wissenschaft und Wirtschaftsförderung unterschiedliche Perspektiven zusammen. Diskutiert wurde, welche Schnittstellen zwischen Unternehmen und Forschung bereits bestehen, wo noch Potenziale liegen und welche ersten Schritte für KMU sinnvoll sind, um Kooperationen anzustoßen. Dabei ging es auch um die Frage, welche Unterstützung Hochschule, Forschungseinrichtungen und Institutionen Unternehmen konkret bieten können.
Direkter Dialog an Thementischen und Netzwerken in offener Atmosphäre
Ein zentrales Element der Veranstaltung war die begleitende Ausstellung mit Thementischen. Hier konnten die Teilnehmer direkt mit Forschern, Institutionen und Unternehmensvertretern ins Gespräch kommen, eigene Fragestellungen einbringen und mögliche Anknüpfungspunkte ausloten. Der offene Austausch wurde von vielen Gästen intensiv genutzt. Beim anschließenden Get-together standen Vernetzung und informelle Gespräche im Mittelpunkt. In entspannter Atmosphäre wurden Kontakte vertieft, Ideen weitergedacht und erste Ansätze für mögliche Kooperationen diskutiert. Für Ina Ultsch, stellvertretende Vorsitzende des Allgemeinen Unternehmerverbands Zittau und Umgebung e.V., liegt genau darin der Mehrwert des Formats: „Viele Unternehmen sehen die Chancen großer Forschungs- und Industrieansiedlungen, wissen aber noch nicht genau, wie der Einstieg gelingt. Formate wie ‚Wirtschaft trifft Wissenschaft‘ sind deshalb wichtig, um erste Orientierung zu geben, Fragen offen zu diskutieren und Hemmschwellen im Dialog zwischen Mittelstand und Forschung abzubauen.“
Ein bewährtes Format für den Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
„Wirtschaft trifft Wissenschaft“ ist ein etabliertes Veranstaltungsformat als zentraler Jahresauftakt im Landkreis Görlitz, das seit vielen Jahren den Austausch zwischen Mittelstand und Forschung fördert. Die Veranstaltung findet jährlich statt und wird gemeinsam von den vier Kooperationspartnern Allgemeiner Unternehmerverband Zittau und Umgebung e.V., der Handwerkskammer Dresden der IHK Dresden, sowie der Hochschule Zittau/Görlitz getragen.









